Die Zürcher Akrobatinnen und Akrobaten starteten bereits im Februar mit einer Teilnahme an den Genfer Meisterschaften in die neue Saison, dicht gefolgt von dem Anfang März in Portugal stattfindenden Maia International Acro Cup (MIAC) – mit rund 1500 Teilnehmern dem grössten internationalen Akrobatikturn-Wettkampf weltweit.

Am 29. Februar und 01. März ging es also zum Auftakt zu den offenen Genfer Meisterschaften. Die Akrobatik & Geräteriege Winterthur schickte die WM-Einheit Dario Speidel und Cécile Schön an den Start, vom RLZ traten zudem Leana Gredig und Annika Baumann (NSW) sowie das ebenfalls für die WM nominierte Mixedpaar Elias Spühler und Jil Thum (NSW) an. Iris Stroppel, Laura Gredig und Svenja Baumann (RLZ / NSW) mussten verletzungsbedingt auf den Start verzichten, um dann eine Woche später beim MIAC einsatzfähig zu sein.

Auch das Senioren-Mixedpaar Dario Speidel und Cécile Schön kämpfte in der Vorbereitung mit einer Verletzung und konnte somit am Wettkampf lediglich eine sichere Balance Übung zeigen. Diese präsentierten sie in guter Ausführung und erhielten dafür 24.250 Punkte.

Das gemischte Paar Elias Spühler und Jil Thum musste aufgrund zu weniger Mixedpaare in der Alterskategorie 11-16 gegen die Damenpaare und somit auch gegen ihre Vereinskolleginnen Leana Gredig und Annika Baumann antreten. Beide Einheiten überzeugten mit den grossen Fortschritten, welche sie im letzten Jahr innerhalb des RLZs gemacht haben und belegten konsequent die beiden vordersten Ränge. Elias und Jil konnten den Wettkampf für sich entscheiden: sie erzielten in der Tempo Übung 26.550 Punkte sowie in der Balance Übung 26.600 Punkte. Annika und Leana erhielten für Ihre Leistungen 25.650 (Tempo) und 25.100 Punkte (Balance).

Leana Gredig und Annika Baumann (RLZ / NSW)

Keine 4 Tage später reisten dann diese beiden RLZ Einheiten zusammen mit Iris Stroppel, Laura Gredig und Svenja Baumann nach Portugal. In der Nähe von Porto liegt die kleine Stadt Maia, und dort findet jedes Jahr der wohl grösste Akrobatikwettkampf der Welt statt. 2020 war die Ausgabe mit 1500 Teilnehmern aus 24 Nationen so gross, dass der Wettkampf in zwei Wettkampfhallen gleichzeitig durchgeführt werden musste. Zum ersten Mal in der Geschichte musste man sich über ein Halbfinal zum Finale qualifizieren.

Die drei RLZ Einheiten kamen gut vorbereitet und konnten sich im gewaltigen Teilnehmerfeld mit einigen EM und WM-Medaillengewinnern überraschend gut positionieren.

So konnte sich das Trio mit Iris, Laura und Svenja (Alterskategorie 12-18, ebenfalls für die WM nominiert) nach zwei Übungen als Achtplatzierte von insgesamt 43 Einheiten für den Halbfinal qualifizieren. Sie erhielten sehr gute 26.250 (Balance) und 25.200 Punkte (Tempo). Im Halbfinale war dann leider Schluss: mit 25.150 Punkten in der kombinierten Übung und Platz 10 reichte es am Ende um 0.85 Punkte nicht für den Superfinal der besten 9. Trotzdem dürfen die drei stolz sein, die gezeigten Leistungen waren insbesondere mit der Verletzung von Laura mehr als nur beachtlich.

Iris Stroppel, Laura Gredig und Svenja Baumann (RLZ / NSW)

Auch Leana und Annika zeigten sehr schöne Übungen und schafften es mit 25.400 (Balance) und 25.350 Punkten (Tempo) als 13. von insgesamt 30 Damenpaaren (Alterskategorie 11-16) in den Halbfinal. Dort mussten sie nochmals die Tempoübung zeigen und erhielten nach der ein oder anderen Unsicherheit 24.800 Punkte (Halbfinal Tempo). Damit reichte es auf Platz 14, wodurch 5 Plätze zum Finaleinzug fehlten. Dennoch darf auch hier die Leistung nicht unterschätzt werden, da das Startfeld sehr stark war und Annika mit ihren 9 Jahren nur aufgrund von gelockerten Regeln gegen die ältere Konkurrenz antreten durfte. Wenn die beiden so weiter machen, können wir in Zukunft viele schöne Resultate mit ihnen feiern.

Elias und Jil hatten bei den Mixedpaaren wie üblich ein deutlich kleineres Startfeld, mit 11 Gegnern war es das kleinste Feld für die Schweizer. Trotzdem war es eine gute Konkurrenz mit einigen Nationalmannschafts-Mitgliedern, die auch an der WM gegen die beiden starten werden. Umso erfreulicher war nach der ersten Balance-Übung die Punktzahl auf der Anzeigetafel: 26.200 Punkte und 3. Zwischenrang! Nach der Tempoübung (25.250) erreichten die beiden direkt den Final als Sechsplatzierte. Leider obsiegte die Nervosität im Finale, wodurch sich ein sehr teurer Fehler einschlich. Das zweite Tempo-Element in der Finalübung misslang und wurde vom Kampfgericht gestrichen, wodurch die Mindestanforderungen nicht erfüllt wurden. So reichte es am Ende im Final für den 8. Rang.

Elias Spühler und Jil Thum
(RLZ / NSW)

Neben den drei RLZ Einheiten reiste auch eine weitere ZTV Einheit mit nach Maia: Sofie Stierli, Lisa Stierli und Noémie Keller vertraten das NSW Akro Team bei den Damengruppen in der Alterskategorie 11-16. Sie erreichten den 43 Schlussrang mit 23.400 (Balance) und 20.600 Punkten (Dynamic).

Der Saisonbeginn für die RLZ Einheiten verlief somit im Grossen und Ganzen sehr gut. Die Athletinnen und Athleten unter der Leitung von Nina De Schoenmacker zeigen beachtliche Fortschritte, wie sie aus der Schweiz bisher noch kaum zu sehen waren. Das wäre eine vielversprechende Frühlingssaison geworden.

Stattdessen heisst es nun aber aufgrund der Corona-Krise im eigenständigen Home-Training fit zu bleiben, damit in einem Post-Corona Zeitalter hoffentlich an der Weltmeisterschaft gezeigt werden kann, dass sich die Arbeit der letzten Monate gelohnt hat.

Bericht: Nina & Ian De Schoenmacker
Bilder: Lyndsaz Rebetez (Académie Gymnastique Acrobatique Genève)

Bericht in der Turninfo des ZTV

https://www.maiaacrocup.com/

Genfer Meisterschaften: https://www.youtube.com/acrobaticsgeneva.

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